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Motto des Monats

Wir gehen langsam und leise über den Flur.
 

 

 

 

    

Hilbert Meyer definiert guten Unterricht folgendermaßen:

„Guter Unterricht ist ein Unterricht, in dem
1. im Rahmen einer demokratischen Unterrichtskultur
2. auf der Grundlage des Erziehungsauftrags
3. und mit dem Ziel eines gelingenden Arbeitsbündnisses
4. eine sinnstiftende Orientierung
5. und ein Beitrag zur nachhaltigen Kompetenzentwicklung aller Schülerinnen und Schüler geleistet wird.“ (Hilbert Meyer 2011, S. 13)

Hilbert Meyer ist Professor em. für Schulpädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er wurde bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen zur allgemeinen Didaktik, Unterrichtsmethodik und Schulentwicklung. Hilbert Meyer hat anhand von zehn empirisch abgesicherten Gütekriterien realistische Ansprüche an einen guten Unterricht ausformuliert, an denen sich die Pötterhoekschule orientiert.

Dieser „Kriterienmix“, wie ihn Meyer nennt, beinhaltet folgendes:
  • Klare Strukturierung des Unterrichts (Prozess-, Ziel- und Inhaltsklarheit; Rollenklarheit; Absprache von Regeln, Ritualen und Freiräumen)
  • Hoher Anteil echter Lernzeit (durch gutes Zeitmanagement, Pünktlichkeit; Auslagerung von Organisationskram; Rhythmisierung des Tagesablaufs)
  • Lernförderliches Klima (durch gegenseitigen Respekt, verlässlich eingehaltene Regeln, Verantwortungsübernahme, Gerechtigkeit und Fürsorge)
  • Inhaltliche Klarheit (durch Verständlichkeit der Aufgabenstellung, Plausibilität des thematischen Gangs, Klarheit und Verbindlichkeit der Ergebnissicherung)
  • Sinnstiftendes Kommunizieren (durch Planungsbeteiligung, Gesprächskultur, Sinnkonferenzen, Lerntagebücher und Schülerfeedback)
  • Methodenvielfalt (Reichtum an Inszenierungstechniken; Vielfalt der Handlungsmuster; Variabilität der Verlaufsformen und Ausbalancierung der methodischen Großformen)
  • Individuelles Fördern (durch Freiräume, Geduld und Zeit; durch innere Differenzierung und Integration; durch individuelle Lernstandsanalysen und abgestimmte Förderpläne; besondere Förderung von Schülern aus Risikogruppen)
  • Intelligentes Üben (durch Bewusstmachen von Lernstrategien, passgenaue Übungsaufträge, gezielte Hilfestellungen und "überfreundliche" Rahmenbedingungen)
  • Transparente Leistungserwartungen (durch ein an den Richtlinien oder Bildungsstandards orientiertes, dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler entsprechendes Lernangebot und zügige förderorientierte Rückmeldungen zum Lernfortschritt)
  • Vorbereitete Umgebung (durch gute Ordnung, funktionale Einrichtung und brauchbares Lernwerkzeug)
                                    

Alle Merkmale sind als Bausteine zu betrachten, die zusammengefügt ein Ganzes ergeben. Dabei ist die Reihenfolge der Merkmale keine Rangfolge.

Quelle: Hilbert Meyer: Was ist guter Unterricht? Berlin (Cornelsen Vlg.) 2011

 

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