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Unser Schulbezirk – altes Kulturland

Unser Schulbezirk liegt im Wesentlichen im Bereich der ehemaligen Bauernschaft Kemper, dem Gebiet zwischen der Aa und dem Schifffahrter Damm.

Grabfunde, u.a. ein Feuersteindolch, zeugen von einer Besiedlung schon seit der jungen Steinzeit (3000 – 1800 v. Chr.). Nach Westen hin überquerte die friesische Heerstraße von Nord nach Süd an einer seichten Stelle die Aa. An dieser Furt entstand Mimigernaford, eine sächsische Siedlung. Nach der Unterwerfung der Sachsen durch die Franken errichtete der hl. Liudger gegen Ende des 8. Jahrhunderts n. Chr. südöstlich der Aafurt auf dem Horsteberg für sich und seine Begleiter eine Kirche und Wohngebäude, woraus die Domburg als Keimzelle der Stadt Münster hervorging. Diese Gründung sollte für die Zukunft des Gebiets der Bauernschaft Kemper von großer Bedeutung sein. 804 wurde der hl. Liudger zum Bischof geweiht. Umfangreiche Schenkungen des Kaisers stärkten die Macht der Kirche.

Später wurde das Kanonikerstift St. Mauritz gegründet. Zum Stift gehörten umfangreiche Ländereien, so u.a. die Brachlandsiedlung Campwordesbeke (Camp = Feld, word = wurt = Hofstätte, beke = Bach). Die Ländereien des Großhofes reichten von der Aa bis weit in die Mauritzheide. Diese Brachlandsiedlung gab auch der späteren Bauernschaft Kemper ihren Namen. Teile der Mauritzheide (1580 auch Potterheide genannt) nutzte das Stift als Lehmgruben für eine bereits 1296 erwähnte Ziegelei, die vermutlich westlich des Schifffahrter Damms und nördlich der Einmündung der Dieckstraße (Flurname Teigelesch – Teigel = Ziegel) lag.

Etwas südlicher, also im unmittelbaren Bereich der Pötterhoekschule befand sich eine Töpferwerkstatt, worauf noch heute der Flur- und Straßenname Pötterhoek (Pötter = Töpfer und hoek = Winkel) hinweist. 1493 werden drei Töpfer erwähnt. Noch im Jahr 1901 wird von Einnahmen des Stiftes aus der Ziegelei in der Mauritzheide berichtet.

1534 wurde die Siedlung St. Mauritz von den Wiedertäufern stark zerstört. So steckte man auch das Pötterhus mit den Ziegeleihütten in Brand.

Es folgte nach den Zerstörungen durch den Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763) eine rege Bautätigkeit u.a. der Bau des Dortmund-Ems-Kanals (1899) und der Neubau eines Stadtviertels zwischen Schifffahrter Damm, Kanal und Warendorfer Straße. Neue Straßen entstanden. Neben Pötterhoek (1957) sind in diesem Zusammenhang der Teigelkamp (1961) und Teigelesch (1965) zu nennen.
 
(Vgl. Thor, F. (1990): Festschrift zum 25-jährigen Schuljubiläum).

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